Können gerade Zähne das Selbstvertrauen von Kindern unterstützen?

So gut wie alle Eltern dürften sich selbstbewusste Kinder wünschen. Und vorweg sei gesagt: Jeder Mensch ist anders! Daher wäre es falsch, zu behaupten, dass gerade (bzw. begradigte) Zähne jedes Kind zu einer selbstbewussteren Person machen würden. Aber: Wenn ein Kind unter schiefen Zähnen leidet und sich sogar schämt (wozu es natürlich keinen Grund gibt!), kann es oft helfen, entgegenzuwirken.
Ziel sollte es sein, dass jedes Kind unbeschwert und ohne Selbstzweifel heranwachsen kann. Und wenn gerade Zähne dazu beitragen (und sich leicht realisieren lassen), umso besser.
Ein Blick auf einschlägige Studien
Schon die Wissenschaft der 1990er Jahre hat sich mit der Frage, wie gerade oder schiefe Zähne das Selbstbewusstsein von Kindern beeinflussen können, auseinandergesetzt. Hierzu wählten die Forscher Kinder mit Zahnfehlstellungen aus und unterteilten sie in zwei Gruppen.
Die eine Gruppe wurde vergleichsweise früh behandelt, die zweite im Teenageralter.
Das Selbstbewusstsein der Kinder wurde jeweils zu Beginn und am Ende getestet und ausgewertet.
Hierbei zeigte sich:
- In beiden Gruppen hatten die Kinder im Vorfeld ein eher geringes Selbstbewusstsein.
- Nach der Behandlung glich sich das Ganze bei beiden wieder an, so dass die Kinder tendenziell genauso selbstbewusst waren wie Kinder, die nie eine Fehlstellung hatten.
Der Unterschied: Die Gruppe, die erst später behandelt wurde, musste wesentlich länger unter einem niedrigen Selbstbewusstsein leiden als die andere Gruppe.
Warum können die Zähne das Selbstbewusstsein eines Menschen beeinflussen?
Auch hier sei wieder gesagt: Jeder Mensch ist anders! Während manchen „der ein oder andere schiefe Zahn“ egal ist, haben andere Probleme, wenn sie sehen, dass ihr Gebiss nicht der Norm entspricht.
Das bedeutet: Der Leidensdruck ist immer individuell. Die Frage „Wie komme ICH mit der Fehlstellung zurecht?“ ist jedoch nur ein Aspekt.
Auch die Reaktion des Umfelds kann ausschlaggebend werden. Gerade im Kindesalter durchleben viele Menschen mit eher schiefen Zähnen Phasen der Hänseleien, die sie bis ins Erwachsenenalter nicht vergessen.
Wann sollten Eltern einen Kieferorthopäden aufsuchen?
Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Wenn du bemerkst, dass dein Kind Probleme mit seinen Zähnen hat, sich nicht traut, zu lächeln, oder wenn es dir erzählt, dass es von anderen ausgelacht wird, ist Handlungsbedarf vorhanden (wenn du nicht ohnehin schon aktiv geworden bist).
Setze dich mit einem Kieferorthopäden in Verbindung und lasst euch beraten. Der Experte kann dir aufzeigen, ob aktuell eine Spange oder Aligner weiterhelfen könnten und wie lange eine entsprechende Behandlung dauern würde.
Viele Kinder (und übrigens auch Erwachsene) leiden unter einem niedrigen Selbstbewusstsein, wenn sie mit ihren Zähnen unzufrieden sind. Die gute Nachricht ist, dass es in vielen Fällen möglich ist, das Selbstbewusstsein von Kindern zu unterstützen, indem die Zähne begradigt werden.
Warum du dementsprechend auch die psychologische Note bei der Frage „Sollte ich mit meinem Kind einen Kieferorthopäden aufsuchen?“ nicht unterschätzen solltest, erfährst du in diesem Beitrag.




