Braucht mein Kind nun eine Spange oder nicht?

Hierbei handelt es sich um eine Frage, die sich erfahrungsgemäß viele Eltern stellen. Und klar: Wenn ein Zahn „irgendwie schief“ wirkt, oder das Kind über Schwierigkeiten beim Kauen klagt, ist die Überlegung, einen Kieferorthopäden zu kontaktieren, durchaus sinnvoll.
Fest steht, dass es verschiedene Anzeichen gibt, die darauf hindeuten, dass du zumindest einen Kontrolltermin vereinbaren solltest. Wenn hierbei dann herauskommt, dass dein Kind eine Spange braucht, kannst du alle weiteren Schritte planen. Und falls sich zeigt, dass keine Korrektur nötig ist: umso besser. In jedem Fall hast du nach einem solchen Termin Klarheit und musst dich nicht mehr fragen, ob sich das Gebiss beziehungsweise der Kiefer deines Nachwuchses optimal entwickelt.
Optische und funktionelle Abweichungen sollten dich aufmerksam werden lassen
Wenn sich der Kiefer eines Menschen nicht korrekt entwickelt, können sowohl optische als auch funktionelle Abweichungen die Folge sein. Viele Anzeichen, die sich in den Bereich der Ästhetik einsortieren lassen, sind vergleichsweise auffällig. Hier kann es zum Beispiel sein, dass einzelne Zähne stark nach vorne stehen, größere Lücken entstehen oder die Zähne in sich stark verschachtelt sind.
Hin und wieder berichten die Eltern junger Patienten auch davon, dass die Kieferform des Nachwuchses irgendwann auffällig geworden sei. Im Gegensatz dazu können funktionelle Abweichungen etwas versteckter daherkommen. Meist sind sie nur dann erkennbar, wenn sie mit Beschwerden einhergehen. Das (zusätzliche) Problem: Nicht alle Beschwerden werden in einem solchen Fall direkt mit dem Kiefer in Verbindung gebracht. Klar: Wenn das Kind Schwierigkeiten beim Essen oder Schmerzen beim Kauen hat, ist es naheliegend, einen Kieferorthopäden aufzusuchen. Gleichzeitig können aber auch eine eingeschränkte Nasenatmung oder Schnarchen durch schiefe Zähne hervorgerufen werden.
Im Zweifel lieber einmal mehr zum Kieferorthopäden
Generell ist es am sichersten, bei Beschwerden, vor allem dann, wenn diese im Gesicht, im Kiefer, im Mund oder im Hals- und Nackenbereich auftreten, einen Check beim Kieferorthopäden zu vereinbaren.
Auch im Zusammenhang mit:
- einem frühen Milchzahnverlust
- Zahnverletzungen
- Lücken, aus denen keine neuen Zähne nachwachsen
- ungewöhnlich vielen Milchzähnen im Teenageralter
ist es sinnvoll, die Gesamtsituation einmal fachmännisch bewerten zu lassen.
Und übrigens: Die Aussage aus der Überschrift („Im Zweifel lieber einmal mehr zum Kieferorthopäden“) bezieht sich nicht nur auf Kinder. Selbstverständlich ist es auch möglich, dass Erwachsene unter den oben genannten Beschwerden leiden. Die gute Nachricht ist jedoch, dass es auch hier, im fortgeschrittenen Alter, möglich ist, mit den passenden Behandlungen gegenzusteuern.
Wenn du einen Termin beim Kieferorthopäden vereinbarst, um bewerten zu lassen, ob du oder dein Nachwuchs eine Spange brauch(s)t, musst du auf keinen Fall Angst davor haben, belächelt zu werden. Eigentlich gibt es nur zwei Optionen: Entweder gibt der Kieferorthopäde „Entwarnung“, oder er zeigt dir auf, wie dein Weg zum perfekten Lächeln aussehen könnte.
„Spange oder nicht?“ Viele Eltern sind sich unsicher, wenn es darum geht, diese Frage für ihren Nachwuchs (oder auch für sich selbst) zu beantworten. Abgesehen davon, dass es einige mehr oder weniger offensichtliche Anzeichen dafür gibt, dass eine Korrektur nötig ist, solltest du dich im Zweifel immer an den Kieferorthopäden deines Vertrauens wenden.
Dieser zeigt dir beziehungsweise deinem Kind die entsprechenden Möglichkeiten auf. Am Ende profitierst du von dem guten Gefühl, dich richtig für oder gegen eine Spange entschieden zu haben.





